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In das Ruhrgebiet? Was will man denn da? Da gibt es keinen Strand und keine Berge, sondern nur Städte. Von wegen sage ich als Essener da nur. Natürlich gibt es hier im Ruhrgebiet so viel zu sehen und zu erleben, dass diese kurze Kolumne gar nicht ausreichen wird, um alles zu beschreiben. Aber wer anlässlich der Messe Reise + Camping in Essen unterwegs ist, der will vielleicht noch ein oder zwei Tage dran hängen und sich einen kleinen Teil des vielfältigen Ruhrgebietes anschauen.

 

Kanufahrer auf der RuhrVon den Essener Messehallen ist es nur ein Katzensprung zur Ruhr und vor allen Dingen zum Baldeneysee. Zugegeben, den Baldeneysee meide ich mittlerweile selber – an sonnigen Sonntagen. Denn dann ist der Stausee eines DER Ziele für Tagesausflügler. Auf einer Länge von 15 Kilometern kann man ihn auf einem sehr gut ausgebauten Radweg direkt am Ufer umrunden. Seit dem Jahr 2016 existiert auch ein wunderbar angelegter Wanderweg auf den Höhen rund um den See. Auf ihm legt man aber 24 Kilometer zurück. Dabei kommt man natürlich auch an der Villa Hügel vorbei und schnell wird einem bei der Aussicht klar, warum Krupp einst sein Domizil hier errichten ließ.

Landschaftspark DuisburgMit dem Ausflugsschiff kann man die Ruhr hinab fahren. Dabei durchquert man den netten Essener Stadtteil Kettwig mit seinen Fachwerkhäusern, passiert man Mülheim an der Ruhr und man gelangt nach Duisburg. Die Stadt hat ihre Probleme, ja. Aber Schimanski ist ja nun auch nicht mehr im Dienst. Es blieb nur noch die Schimanski-Gasse am Museum der deutschen Binnenschifffahrt. Ebenfalls ein Relikt der Vergangenheit ist der Hochofen in Duisburg-Neumühl, von dem aus man einen wunderbaren Rundumblick genießen kann. Besonders in den Abendstunden lockt er mit seiner farbenprächtigen Illumination zahlreiche Fotografen in diese besondere Atmosphäre.

Tiger Turtle auf der Halde in Duisburg

 

Aussichten erlebt man aber auch von den vielen Halden im Ruhrgebiet. Sie entstanden durch den Abraum, der früher bei der Kohleförderung mit an das Tageslicht gebracht wurde. Viele dieser Halden sind Standort einer weithin sichtbaren Landmarke geworden oder beherbergen eine Aussichtsplattform. So hat man tolle Rundblicke zum Beispiel von der Duisburger Halde mit der Fußgänger-Achterbahn namens Tiger & Turtle, von der Halde in Bottrop mit dem Tetraeder oder von der Halde Haniel mit seinem Kreuzweg.

 

Aussichtsplattform Tetraeder in Bottrop


Außerdem gibt es viel Natur im Revier. Sei es nun der Schellenberger Wald in Essen, der Botanische Garten in Bochum oder der Westfalenpark in Dortmund. Sie sind nur exemplarisch genannt, denn es gibt natürlich noch den Hengsteysee, den Harkortsee, den Rhein-Herne-Kanal und so vieles mehr. Übrigens, auch am Kanal kann man wunderbar im Sattel sitzen. Dabei radelt man zum Beispiel zum sehenswerten Schiffshebewerk in Henrichenburg. Und wer nicht immer nur am Wasser radeln möchte, der nutzt die ehemaligen Bahntrassen, die quer durch das Ruhrgebiet verlaufen und viele Städte und Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden.

  Weg durch den Botanischen Garten in Bochum

 Garten im Kloster KampSchiffshebewerk in Henrichenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

Also zu tun und zu erleben gibt es im Ruhrgebiet sehr, sehr viel. Und es lohnt sich, das Fahrrad dabei zu haben. Wohnmobilstellplätze gibt es zum Beispiel in Oberhausen in der Nähe des Einkaufszentrums CentrO und dem Gasometer sowie in Haltern am See oder in Hattingen direkt an der Ruhr. Übrigens, bei dieser wirklich sehr kurzen Übersicht einiger wichtiger Sehenswürdigkeiten ist eine noch gar nicht erwähnt worden: Das Ensemble der Zeche Zollverein, die es auf die Liste der Weltkulturerben der Unesco geschafft hat.

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