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Ich bin ja nicht nur Autor von zahlreichen Reiseführern für Wohnmobilisten, sondern auch Betreiber des Wohnmobilstellplatzes in Nordkirchen im Münsterland. Dennoch sieht man mich auch schon mal auf anderen Wohnmobilstellplätzen. Denn für meine Arbeit als Journalist bin ich natürlich oft unterwegs, aber genauso auch für die Ausstattung auf dem Stellplatz.

Im Thüringer Wald war ich vor vielen Jahren für einen Wanderführer unterwegs und legte rund 550 Kilometer auf den dortigen Wanderwegen

zurück. Immer wieder war ich fasziniert von den dortigen Schilderbäumen am Wegesrand. Sie bestanden nicht einfach nur aus einem simplen Pfosten, sondern wirkten in ihrer Form als gegabelter Baumstamm sehr idyllisch. In diesem Zusammenhang lernte ich, dass diese Baumstämme Zwiesel genannt werden.


Als meine Frau und ich wenige Jahre später unseren Wohnmobilstellplatz bauten, stand für uns fest, dass wir hierfür auch gerne einen Schilderbaum hätten. Und zwar in der Form eines Zwiesels. Wir fanden eine Holzmanufaktur im Thüringer Wald, die solche Zwiesel beschaffen und bearbeiten konnten und machten uns nun für ein kurzes Wochenende auf den Weg nach Thüringen. In unserem Kastenwagen sollte der Zwiesel gut zu transportieren sein.

Wohnmobilstellplatz in Vacha

 

Wir erreichten Thüringen in Vacha, einem ehemaligen Grenzort, wo wir uns kurz die Grenzbrücke und einen einstigen Grenzturm anschauten. Zum Glück dient dieser nur noch als Museum. Gleich gegenüber hat die kleine Gemeinde einen netten Stellplatz für zwei Wohnmobile angelegt. Großräumig gepflasterte Flächen auf einem Schotterparkplatz, sogar mit Strom und Entsorgungsmöglichkeit – nicht schlecht für so einen kleinen Ort.

Grenzturm der DDR

 

 

 

Doch unser Plan war, dass wir nach Bad Salzungen fahren. So ließen wir Vacha hinter uns und erreichten den Kurort nur wenige Fahrminuten später. Dort entstand in den letzten Jahren auf dem Brachgelände eines ehemaligen Gewerbebetriebs ein moderner und sauberer Reisemobilhafen direkt am Ufer der Werra. Über eine kleine Fußgängerbrücke überquert man einen Seitenarm der Werra und man kann in der Abendsonne den Blick auf den Wohnmobilstellplatz genießen, der sich vor der Altstadt von Bad Salzungen abzeichnet.

Einfahrt zum Stellplatz Bad Salzungen

Nur wenige Schritte vom Platz entfernt, befindet sich die Sole-Anlage, in der man bei einem Rundgang tief Luft holen sollte und seiner Lunge etwas Gutes tun kann. Die Übernachtung auf dem Stellplatz war sehr angenehm und die Parzellen sind großflächig angelegt. Es existieren sogar spezielle Parzellen für Dickschiffe, die mehr als 7,5 Tonnen Gewicht auf die Waage bringen. Für unseren Kastenwagen ist das aber überdimensioniert. Selbst, wenn wir einen Baumstamm im Fahrzeug transportieren. Das taten wir nämlich am Tag darauf. Vier Meter ist er lang und passte gerade so eben in unser Wohnmobil. Gut, dass wir hinten die Hecktür haben.
Sicher brachten wir ihn vom Thüringer Wald in das südliche Münsterland, wo er nun als Schilderbaum ein hübscher Blickfang auf unserem Wohnmobilstellplatz ist.

 

Michael Moll

Sole in Bad Salzungen

Wohnmobilstellplatz in Bad Salzungen

Burgsee

 

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